Alles begann mit einer alten Spiegelreflexkamera. Mein Onkel schenkte sie mir zur Konfirmation — mit Objektiven, Stativen und dem Vertrauen, dass ich damit etwas anfange. Er hatte recht.

Seitdem hat mich die Fotografie nicht mehr losgelassen. Ein Fotografiekurs am College während meines Jahres in den USA hat mir das handwerkliche Fundament gegeben — alles andere habe ich mir selbst beigebracht, Schuss für Schuss, Jahr für Jahr.

Mein Weg zur professionellen Fotografie war nicht geradlinig, und das ist genau das, was ihn ausmacht. Ich habe Physik und Philosophie studiert, ein Jahr in Asien und eines in Nordamerika gelebt, und acht Jahre lang als Projektleiter in der Softwarebranche gearbeitet. Das klingt weit entfernt von Fotografie — aber in Wahrheit trägt es alles dazu bei. Das Verständnis von Licht und Optik, das Denken über Bedeutung und Wirkung, die Präzision im Handwerk und die Verlässlichkeit gegenüber Kunden: all das kommt aus diesem Lebensweg.

Was mich an der Fotografie fasziniert, ist ihre schlichte Magie: Sie friert Raum und Zeit ein. Ein Moment, der sonst einfach vergeht — ein Blick, eine Stimmung, ein Lachen — wird bewahrt. Ich glaube, dass die Schönheit der Welt es wert ist, festgehalten zu werden.

Das Besondere an der Fotografie ist, dass sie uns die Möglichkeit gibt, die Schönheit der Welt und die Schönheit eines jeden Menschen zu entdecken und festzuhalten. In meinen Shootings entstehen die Portraits und anderen Bildern in einem gemeinsamen Prozess — wir arbeiten zusammen, um ihr Portrait zu schaffen.

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