Portraitfotograf München – Benjamin Händel
Ich fotografiere Menschen. Angefangen habe ich hinter der Bühne, bei Konzerten — dort lernt man, den einen Moment zu erkennen, bevor er vorbei ist.
Später habe ich auch in Kindergärten fotografiert. Wenn fünfzig Kinder einen Baum umarmen, sieht man fünfzig verschiedene Arten, einen Baum zu umarmen. Seitdem fotografiere ich niemanden mit einem Standard-Setup. Licht, Hintergrund und Ort wähle ich für jeden Menschen neu — danach, wer vor der Kamera steht.
Ein Portrait ist für mich ein Bühnenauftritt, der stehen bleibt. Jeder Mensch hat etwas, das eine Bühne verdient. Diese Bühne bauen wir gemeinsam: Ich bringe Ideen für Bildaufbau, Orte, Licht und Requisiten mit, und wir entwickeln vor Ort, was zu Ihnen passt.
Ich habe Physik und Philosophie studiert. Physik hat mir beigebracht, genauer hinzusehen. Die Philosophie stellt die Frage, wie Menschen sich zeigen — und was eine Rolle von einer Maske unterscheidet. Inszenierung heißt bei mir nicht Verstellung. Sie gibt den Rahmen, in dem jemand sich traut, ganz er selbst zu sein.
Dafür nehme ich mir Zeit. Ruhe, Gespräch, das richtige Tempo — und dann bin ich bereit, wenn der Moment kommt.